Quidditch

Quidditch stammt aus den USA und vereint Elemente von Handball, Völkerball und Rugby/Football. In Deutschland wird der Sport seit 2012 betrieben. Quidditch ist ein gemischtgeschlechtlicher Vollkörperkontaktsport. Punkte werden erzielt, indem man Tore wirft oder den Schnatz fängt. Jede/r Spieler/in hat einen sogenannten Besen, der sich zu jedem Zeitpunkt im Spiel zwischen seinen/ihren Beinen befinden muss.

Spieler/innen

Jede Mannschaft besteht aus sieben Spieler/innen verschiedener Positionen. Es gibt eine/n Hüter/in („keeper“), drei Jäger/innen („chaser“), zwei Treiber/innen („beater“) und eine/n Sucher/in („seeker“). Zur Unterscheidung auf dem Spielfeld tragen die Spieler/innen unterschiedlicher Positionen verschiedenfarbige Stirnbänder.

Die Jäger/innen spielen mit weißen Stirnbändern. Sie sind diejenigen auf dem Spielfeld, die Punkte machen, indem sie mit einem Volleyball, dem Quaffel, auf die drei Torringe der gegnerischen Mannschaft spielen. Schaffen sie es den Quaffel von vorne oder hinten durch einen der Ringe zu befördern, erhält ihr Team 10 Punkte.

Der/die Hüter/in mit dem grünen Stirnband bewacht die Torringe des Teams und hat in der Verteidigung bestimmte exklusive Rechte. Ansonsten kann er/sie aber am Spiel als eine Art vierte/r Jäger/in teilnehmen und ist deutlich weniger statisch als Torhüter/innen zum Beispiel im Fußball.

Treiber/innen tragen ein schwarzes Stirnband und werfen andere Spieler/innen mit Dodgeballs, den sogenannten Klatschern, ab. Wird ein/e Spieler/in von einem Klatscher getroffen, darf er/sie erst wieder mitspielen, wenn er/sie die eigenen Torringe berührt hat.

Der/die Sucher/in spielt mit einem gelben Stirnband und kommt erst in der 18. Minute ins Spiel. Sein/ihr Ziel ist es, den Schnatz zu fangen. Gelingt das, bekommt das Team des/r Sucher/in 30 Punkte und das Spiel ist beendet.
Der Schnatz ist am leichtesten zu erklären, als Tennisball in einer Socke, der an der Hose einer neutralen Person, des Schnatzläufers, befestigt ist. Schafft es ein/e Sucher/in diese Socke herauszuziehen, gilt der Schnatz als gefangen und das Spiel als beendet. Um zu kurze Spiele zu verhindern, betritt der Schnatzläufer erst in der 17. Minute das Spielfeld, die Sucher/innen ab der 18.

Die „Gender Rule“

Quidditch wird wie bereits erwähnt in gemischtgeschlechtlichen Teams gespielt. Das Regelwerk sieht es vor, dass zu jedem Zeitpunkt im Spiel maximal vier Spieler/innen des selben Geschlechts auf dem Feld stehen. Diese Regel zur Förderung der Gleichberechtigung aller Geschlechter macht Quidditch in der Sportwelt einzigartig.

Bewusst heißt es auch hier nicht „beider“ sondern „aller“ Geschlechter. Im Quidditch werden auch Geschlechtsidentitäten außerhalb des binären Systems von männlich/weiblich anerkannt und sind den binären Geschlechtern gleichgestellt.